Das besondere Zwiegespräch

(Mt 6, 5ff)

Es gibt nichts Gutes außer: Man tut es. Auf das Beten übertragen:  Wer es gut machen will, sollte nicht darüber reden, sondern es tun: Beten.

Andererseits: Man muss auch reden über das Beten. Wie sollen unsere Kinder und Enkel sonst verstehen, wie wichtig das Gebet ist? Welche Kraft es entfalten kann? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Das besondere Zwiegespräch

Singen in der Schubkarre

(Mt 11, 25-30)

An einer Wand ein großes Poster. Aus einer leicht verbeulten Schubkarre, die auf einer Wiese steht, sehen zwei Beine heraus.  Beine in Bluejeans und ohne Schuhe, den Rest des Menschen am Ende der Beine sieht man nicht. Wohl aber eine leuchtend gelbe Butterblume zwischen zwei Zehen. Und dann ist da zu lesen:
Gott hat uns Zeit gegeben. Von Eile war keine Rede. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Singen in der Schubkarre

Weil ich Jesu Schäflein bin

(Joh 10, 11-30)

Bei einer Rentnerin hing es. Über dem Sofa im Wohnzimmer, ein großes Bild in Öl. Alpenidylle: Schneebedeckte Gipfel im Hintergrund, davor ein klarer, tiefblauer Bergsee, und auf einer grünen Wiese eine Schafherde. Im Vordergrund ein Hirten- Junge, sitzend auf einem großen Stein, der vom Schnitzen aufsieht und mit leuchtenden Augen dem entgegenblickt, der von der Seite das Bild betritt:
Dem großen Hirten, den Stab in der linken und mit der rechten Hand das Schaf haltend, das über seiner Schulter liegt.

Passend zur Alpenidylle ein Lied aus dem bayerischen Gesangbuchanhang: Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Weil ich Jesu Schäflein bin

Schwerelos

(Jes 40, 26-31)

Erwachsene stehen oft voller Neid daneben, wenn sie kleine Kinder dabei beobachten, wie die ihre Welt entdecken. Wenn sie das erste Mal einen Schmetterling wahrnehmen. Den Duft einer Blume. Ein Musikstück von Mozart.

Das lässt für einen Moment das Erinnern aufblitzen an das Staunen, die Freude und die Neugier, die das Leben so überwältigend groß machen.

Man ist dabei: Hier macht ein kleiner Mensch gerade DIE Entdeckung seines Lebens. Und er ahnt nicht, dass noch viele weitere Entdeckungen auf ihn warten. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Schwerelos

Auferstehung

(Luk 14, 36-48)

Er hatte ihn zu diesem Urlaub geradezu zwingen müssen. Komm, sagte er. Ich muss hier endlich mal raus, und ich will dich in diesem Zustand nicht allein zu Haus lassen.

In diesem Zustand: Hier war er, seit sie tot waren. Über zwei Jahre ist das her. Sie wollte mit dem Auto zu einer Freundin in den Schwarz­wald fahren, und weil er keine Zeit hatte, fuhren sie die weite Strecke allein – sie und die Tochter. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Auferstehung

Mut zum Dienen: De-mut

(Mk 10, 35-40)

Was ist eigentlich der Lohn des Christseins? Was hat man davon?

Christen sind nicht die besseren Menschen. Aber sie sind besser dran. Das ist der Lohn: Besser dran zu sein. Aber was bedeutet das? Für mich? Für euch? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Mut zum Dienen: De-mut

Ein schlechter Tausch?

(Mk 10, 35-40)

Was ist eigentlich der Lohn des Christseins? Was hat man davon?

Christen sind nicht die besseren Menschen. Aber sie sind besser dran. Das ist der Lohn: Besser dran zu sein. Aber was bedeutet das? Für mich? Für euch? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Ein schlechter Tausch?

Die Sache mit den Engeln

„Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“ Sagt der Wochenspruch.

Von einem, der nicht mehr nach vorne sehen wollte, weil ihm die Kraft dazu ausging, erzählt unser Predigttext. Ich lese aus dem 1. Buch der Könige, Kapitel 19 ab Vers 1 in der Lutherübersetzung: Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Die Sache mit den Engeln

Der Weg nach Jerusalem

Ach mein Gott, wie wunderbar/ stellst du dich der Seele dar! Drücke stets in meinen Sinn,/ was DU bist und was ICH bin. (EG 504,6)

Wer ist Gott? Was ist er für uns? Wer bin ich selbst? Was wäre ich gern? Christ – das will ich sein. Darum bin ich jetzt hier. Darum werden sie alle jetzt hier sein, weil sie gern Christen sein möchten.

Wer ist GOTT? Schöpfer, Vater, Heiliger Geist. Was ist er für uns? Der Gerechte, der Liebende, der Erneuernde. Gott ist uns alles, unser Leben, das bekennen wir. Was aber bin ICH? Ein Christ? Bin ich das? Was ist das eigentlich? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Der Weg nach Jerusalem

Das Abendland und das Christein

Wie die meisten von Ihnen wissen, erproben wir ja gerade eine neue Predigttextreihe. Für heute bedeutet das zweierlei: Erstens, dass der Weihnachtsfestkreis heute noch nicht zu Ende geht. Die neue Ordnung sieht vor, dass der in jedem Jahr 40 Tage nach Weihnachten, also bis zum 2. Februar dauern soll – dem alten Fest Maria Lichtmess.

Zum anderen, dass wir darum heute Texte lesen, die uns eine Steilvorlage mitten hinein in die politischen Diskussionen unserer Tage liefern. Denn es geht um Grenzen zwischen Menschen, zwischen Ländern und Religionen. Es geht um die Frage ihrer Bedeutung für das Leben ebenso wie um die Frage, welches Verhältnis christlicher Glaube zu diesen Grenzen hat.

Ich lese den Predigttext aus dem Evangelium nach Matthäus Kapitel 8, ab Vers 5 in der Neuen Genfer Übersetzung. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Predigten | Kommentare deaktiviert für Das Abendland und das Christein