Unser Bittgottesdienst um gerechten Frieden am Sonntag Judica
ist für vier Wochen hier zum Nachhören zu finden.
Der vorletzte Sonntag dieser Passionszeit ist heute.
Passion bedeutet Leidenschaft, aber auch Leiden.
So, wie Gott in Christus seine Leidenschaft für uns zeigt,
so hat Christus am Kreuz für uns gelitten.
Sein Opfer ist das ewige und letzte Opfer
zwischen Gott und uns.
Christi Tod ist unser Friede mit Gott.
Für immer.
Leidenschaft und Leiden aber durchziehen
Menschenleben zu jeder Zeit dieser Welt.
Friede auf Erden
ist unsere Hoffnung für Gottes Schöpfung.
Doch es ist Krieg.
LIED Gib Frieden, Herr, gib Frieden 430 1.2
1. Gib Frieden, Herr, gib Frieden,
die Welt nimmt schlimmen Lauf.
Recht wird durch Macht entschieden,
wer lügt, liegt obenauf.
Das Unrecht geht im Schwange,
wer stark ist, der gewinnt.
Wir rufen: Herr, wie lange?
Hilf uns, die friedlos sind.
2. Gib Frieden, Herr, wir bitten!
Die Erde wartet sehr.
Es wird so viel gelitten,
die Furcht wächst mehr und mehr.
Die Horizonte grollen,
der Glaube spinnt sich ein.
Hilf, wenn wir weichen wollen,
und lass uns nicht allein.
LITURGISCHE HINFÜHRUNG
Recht wird durch Macht entschieden
in der Ukraine, im Nahen Osten, in Lateinamerika
wer lügt, liegt obenauf
Putin, Netanjahu, Trump, egal
wir rufen: Herr, wie lange
es ist genug
wir sind nicht besser als unsere Väter
Hilf uns, die friedlos sind
Bring uns zur Besinnung
kläre unsere Gedanken
schärfe unsere Gewissen
dass wir werden zu solchen
die Frieden machen
MIT DEN PSALMEN BITTEN AUCH WIR:
Gott, unsere Zuversicht und Stärke,
Du bist eine Hilfe in großen Nöten,
und doch fürchten wir uns,
wenn Terror herrscht und Kriegswaffen lärmen.
Gott des Friedens, wo bist Du?
Übersatt ist unsere Seele von all der Verachtung,
dem Hass, der Gewalt.
Woher kommt Hilfe?
Gott, unseres Lebens Kraft,
wir hoffen auf Dich,
auf ein Ende der Kriege in aller Welt.
Wir wollen singen und Dich loben,
die Rettung preisen, die Du uns versprichst
im Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.
AMEN
LIED Du Friedefürst 422:
1. Du Friedefürst, Herr Jesu Christ,
wahr’ Mensch und wahrer Gott,
ein starker Nothelfer du bist
im Leben und im Tod.
Drum wir allein im Namen dein
zu deinem Vater schreien.
2. Recht große Not uns stößet an
von Krieg und Ungemach,
daraus uns niemand helfen kann
denn du; drum führ die Sach.
Den Vater bitt, dass er ja nit
im Zorn mit uns verfahre.
3. Gedenke, Herr, jetzt an dein Amt,
dass du ein Friedfürst bist,
und hilf uns gnädig allesamt
jetzt und zu aller Frist.
Lass uns hinfort dein göttlich Wort
im Fried noch länger schallen.
Ich erinnere an das 6. Gebot:
Du sollst nicht töten.
Dazu Martin Luther:
Wir sollen Gott fürchten und lieben,
dass wir unserm Nächsten an seinem Leibe
keinen Schaden noch Leid tun,
sondern ihm helfen und beistehen in allen Nöten.
Und der Heidelberger Katechismus (105) erklärt:
Ich soll meinen Nächsten
weder mit Gedanken
noch mit Worten oder Gebärden,
erst recht nicht mit der Tat,
auch nicht mit Hilfe anderer,
schmähen, hassen, beleidigen oder töten.
Ich soll vielmehr alle Rachgier ablegen,
mir auch nicht selbst Schaden zufügen
oder mich mutwillig in Gefahr begeben.
Darum hat auch der Staat den Auftrag,
durch seine Rechtsordnung das Töten zu verhindern.
Die Summe des Gesetzes aber ist die:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
von ganzem Herzen, von ganzer Seele
und von ganzem Gemüt.
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich:
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz
und die Propheten. AMEN.
KYRIEGEBET
Gott am Morgen und am Abend,
durch den Tag und in der Nacht,
wann immer kommen wir zu Dir.
Jetzt sammeln wir uns, für den Frieden zu beten.
Wir klagen Dir die Kriege.
Wir sehen Bilder von Terror und Gewalt;
die Mächtigen machen, was sie wollen
in der Ukraine, im Nahen Osten, im Sudan;
in Venezuela, in Panama, in Kuba.
So viele Tote, Verwundete, Traumatisierte, Vertriebene,
Verfolgte, Geiseln, Gefangene,
so viele Unschuldige, die leiden,
und erschreckend viele,
die anderen Leid zufügen voll Hass,
ohne Achtung vor Leben und Würde.
So viel Fanatismus, so große Übergriffigkeit.
Wir sind fassungslos, was Menschen einander antun.
Wir suchen Ermutigung bei Dir, Gott.
Wir suchen Stärkung und Trost und Orientierung
bei Dir, Herr Christus,
dass wir zu Menschen werden,
die dich um Frieden und Gerechtigkeit
auf dieser Welt bitten,
die aber auch bereit werden,
für Demokratie, Recht und Freiheit einzutreten,
zu Menschen, die Wege zum Frieden neu denken
und unsere Schritte auf diesen Weg zu lenken.
Herrn erbarme Dich über uns. AMEN
LIED Gib Frieden, Herr, wir bitten 430: 3.4
3. Gib Frieden, Herr, wir bitten!
Du selbst bist, was uns fehlt.
Du hast für uns gelitten,
hast unsern Streit erwählt,
damit wir leben könnten,
in Ängsten und doch frei,
und jedem Freude gönnten,
wie Feind er uns auch sei.
4. Gib Frieden, Herr, gib Frieden:
Denn trotzig und verzagt
hat sich das Herz geschieden
von dem, was Liebe sagt!
Gib Mut zum Händereichen,
zur Rede, die nicht lügt,
und mach aus uns ein Zeichen
dafür, dass Friede siegt.
Aus dem Epheserbrief Kap. 6:
Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.
Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.
Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.
So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens.
Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.
SELIG sind, die das Wort Gottes
hören und bewahren.
AMEN
Was kann das für uns bedeuten:
Den Schild des Glaubens ergreifen,
die feurigen Pfeile des Bösen auslöschen,
den Panzer der Gerechtigkeit anlegen,
an den Lenden mit Wahrheit umgürtet sein?
All diese Hochrüstung
ist Rüstung unseres Gewissens.
Denn unser Gewissen allein ist es,
das uns Wege zu einem gerechten Frieden erkennen lässt.
Unser Gewissen aber braucht
unsere Bereitschaft, Frieden neu zu denken
an jedem Tag dieser Welt,
der doch neuen Krieg in sie trägt.
Unser Gewissen muss scharf sein
im Denken über einen Frieden,
der nicht nur eine Zeit ohne Krieg sein darf,
sondern ein GERECHTER Friede sein muss.
Dazu will die Friedensdenkschrift der EKD
vom vergangenen Jahr helfen.
Sie will, sie KANN uns nicht sagen, was wir zu tun hätten.
Aber sie will den Blick dafür schärfen,
was man in der Tradition der Heiligen Schrift nicht übersehen sollte,
wenn es um den Frieden heute geht, egal wo auf unserer Erde.
Ich will versuchen, zehn Friedens-Gebote zu nennen,
die man aus der Denkschrift ableiten kann.
Und genau wie die zehn Gebote der Bibel
sind es Gebote, keine Gesetze, keine Denk-Vorschriften.
Jedes Gebot ist mit einer Erklärung versehen,
und nach jedem Gebot folgt das Lied 421
„Verleih uns Frieden gnädiglich“.
ERSTENS
Du sollst daran denken, dass Gewaltlosigkeit
und Schutz des Nächsten vor Gewalt
zusammengehören.
Gerechter Friede ist mehr als Waffenruhe.
Er braucht Freiheit, in der Menschen für Gerechtigkeit arbeiten können, er braucht Respekt vor jedem Menschen.
Dazu muss für Sicherheit gesorgt werden, die nicht nur für dich, sondern auch für deinen Nächsten gilt.
Darum muss der Staat in seine Verteidigung investieren,
denn sie dient dem Schutz von Menschen, von Rechten und der öffentlichen Ordnung.
Das bedeutet, dass ein Staat seinem Schutzauftrag nur gerecht werden kann, wenn er sowohl in Polizei als auch Militär investiert.
So wichtig dieser Auftrag aber auch sein mag:
Augenmaß bleibt hier unverzichtbar, sonst bleiben Freiheit und Respekt auf der Strecke. Verteidigung nach innen und außen braucht rechtsstaatliche Kontrolle, ethische Begründung und demokratisch-parlamentarische Kontrolle.
Wer selbst ohne Gewalt leben will, muss dafür sorgen, dass sein Nächster ohne Gewalt leben kann. Gewaltlosigkeit und Schutz des Nächsten vor Gewalt gehören zusammen.
VERLEIH UNS FRIEDEN gnädiglich/ Herr Gott, zu unsren Zeiten/ es ist doch ja kein andrer nicht/ der für uns könnte streiten,/ denn du, unser Gott, alleine.
ZWEITENS
Du sollst achtsam sein darauf,
WO Gedanken, Worte und Taten Gewalt vorbereiten.
„Falsch Zeugnis“ und Gewalt gegen andere finden immer neue Möglichkeiten und Kanäle.
Da sind Desinformation, Halbwahrheiten und Lügen, die seriös getarnt daherkommen.
Da werden verteilt über Computernetzwerke, die überall in unserem Alltag angekommen sind:
Das Internet mit seiner schwer durchschaubaren Informationsvielfalt, die sozialen Medien, die Kurznachrichtendienste.
Aber da sind auch die schnellen Kassen in den Supermärkten oder Nachttankstellen,
die Steuerungen von Stromverbunden oder im ÖPNV,
die Computersysteme in Krankenhäusern,
die Navigationssysteme oder die Künstliche Intelligenz.
Cyberangriffe auf diese Systeme stellen eine immer größere Gefahr für die Sicherheit dar.
Der Staat muss also auch hier für Sicherheit sorgen.
Der Schutz vor hybrider Kriegsführung –
also vor „falschem Zeugnis“ in übler Nachrede,
Mobbing sowie Cyberangriffen einerseits
und dem Recht jedes einzelnen Menschen auf Schutz seiner Privatsphäre andererseits ist vor allem für Demokratien eine stete Gratwanderung zwischen technische Machbarem und notwendigem Datenschutz – und doch für einen gerechten Frieden unverzichtbar.
Du sollst achtsam sein darauf,
WO Gedanken, Worte und Taten Gewalt vorbereiten.
VERLEIH UNS FRIEDEN
DRITTENS
Du sollst nicht zulassen, dass Angst geschürt wird.
Terrorismus ist eine reale Bedrohung, nicht nur auf den großen Weihnachtsmärkten, Bahnhöfen oder Flughäfen. Straßen, Schienenwege oder Energieinfrastruktur sind besonders gefährdet; denkt an den tagelangen Stromausfall in Berlin im Januar.
Doch wer mit dem Argument der Terrorbekämpfung Menschenrechte verletzt, wer einfach Boote versenkt, wer polarisiert oder polemisiert, wer Religionsfreiheit verneint oder auch nur in Frage stellt, wer Geflüchtete und Terroristen in einem Atemzug nennt, der schürt Angst.
Angst aber schützt nicht vor Terrorismus,
sie macht Terrorismus nur stärker.
Du sollst nicht zulassen, dass Angst geschürt wird.
VERLEIH UNS FRIEDEN
VIERTENS
Du sollst der weltlichen Herrschaft der Menschen-Rechte
und nicht der Macht des Stärkeren dienen.
Natürlich sind auch die Menschenrechte menschliche Rechte und nicht automatisch göttliche Gerechtigkeit.
Aber wer sich für die Menschenrechte einsetzt,
ist auf einem guten Weg zur göttlichen Gerechtigkeit.
Wer die Menschenrechte, die bisher Grundlage einer regelbasierten Weltordnung sein sollten, nun zugunsten der Macht des Stärkeren auszutauschen versucht – „ich kann mit Kuba machen was ich will“, wie Trump in der vergangenen Woche sagte, der hat den Blick auf einen gerechten Frieden verloren.
Du sollst der weltlichen Herrschaft der Menschen-Rechte
und nicht der Macht des Stärkeren dienen.
VERLEIH UNS FRIEDEN
FÜNFTENS
Du sollst nicht vergessen, dass ohne Klimagerechtigkeit
kein gerechter Friede sein kann.
Abholzung des Regenwaldes, Privatisierung von Wasserreserven und der Kampf um sauberes Trinkwasser, Bombenangriffe auf Raffinerien und Gasfelder:
Ohne das stetige Bemühen um eine gerechte und nachhaltige Weltwirtschaftsordnung wird es immer neue und immer härtere Konflikte in der Welt geben, Kriege werden um Trinkwasser geführt werden.
Du sollst nicht vergessen, dass ohne Klimagerechtigkeit
kein gerechter Frieden sein kann.
VERLEIH UNS FRIEDEN
SECHSTENS
Du sollst bedenken: Waffen, die in der Welt sind,
bekommt man nie wieder heraus.
Vom Messer bis zur Kernspaltung,
vom Dolch bis zur Atomwaffe:
Vieles, was der Erleichterung des Lebens dient,
wird durch den Menschen als Waffe missbraucht.
Und für all diese Waffen gilt:
Sind sie erst einmal in der Welt, bekommt man sie nie wieder heraus. Man muss irgendwie mit ihnen umgehen.
Das ist ein Dilemma, eine Zwangslage. Denn die Herstellung und der Besitz von Atomwaffen ist und bleibt ethisch verwerflich. Sie sind nicht nur Massenvernichtungswaffe, sondern können unsere Erde inzwischen mehrfach vernichten.
Andererseits muss man vermuten: Hätte zum Beispiel Israel keine Atomwaffen auf U-Booten, würde es sehr wahrscheinlich schon lange nicht mehr existieren.
Doch auch wenn man diese Waffen nie wieder los wird:
Man darf nicht müde werden, nach Wegen zu suchen,
wie Sicherheit dauerhaft jenseits von Atomwaffen
gedacht und organisiert werden kann.
Aber bei dieser Suche bedenke, dass das Dilemma bleibt: Waffen, die in der Welt sind, bekommt man nie wieder heraus.
VERLEIH UNS FRIEDEN
SIEBTENS
Du sollst kritisch begleiten,
welche Waffen deine Regierung wem verkauft.
Eine juristische Pflicht zu Waffenlieferungen an Dritte außerhalb der NATO gibt es für uns nicht.
Aber es kann politisch notwendig werden, es zu tun.
Stets besteht dabei die Gefahr, dass das Beistandsargument missbraucht wird, dass Waffen in falsche Hände geraten, gar zum Terror gegen Zivilisten eingesetzt werden.
Du sollst kritisch begleiten,
welche Waffen deine Regierung wem verkauft.
VERLEIH UNS FRIEDEN
ACHTENS
Du sollst nicht vergessen:
Sicherheit der Gemeinschaft braucht auch dich.
Das darf man bei der Diskussion um eine allgemeine Dienstpflicht nicht vergessen.
Welche Form der persönliche Einsatz für die Sicherheit bekommen soll, das muss sicher diskutiert werden.
Unbestritten aber ist, dass nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens, von der Landwirtschaft bis zur Industrie, vom Supermarkt über Krankenhäuser, vom Katastrophenschutz bis hin zur Friedhofsverwaltung, sicherheitsrelevant sind.
Nahezu Jede und Jeder kann also mit dem, was er tut,
etwas für die Sicherheit der Gemeinschaft tun.
Du sollst nicht vergessen:
Sicherheit der Gemeinschaft braucht auch dich.
VERLEIH UNS FRIEDEN
NEUNTENS
Du sollst stets neu darüber nachdenken,
wie Frieden erreicht werden kann.
Es gibt keinen Weg ZUM Frieden, der Friede IST der Weg.
Es gibt also keine aufgestellten Wegweiser an den Kreuzungen unseres Lebens.
Wir müssen immer wieder innehalten und darüber nachdenken, wohin wir uns nun wenden, um gerechten Frieden zu gewinnen oder zu erhalten.
Das geht nicht ohne immer neu nachzudenken,
das geht nicht ohne immer neu geschärftes Gewissen,
weil unser Leben uns immer neu vor Herausforderungen stellen wird.
Du sollst stets neu darüber nachdenken,
wie Frieden erreicht werden kann.
VERLEIH UNS FRIEDEN
ZEHNTENS
Du sollst die Hoffnung auf gerechten Frieden
lebendig erhalten helfen.
Unsere Gemeinden, die Kirche sind,
mit ihrer Gemeinschaft noch vielen Menschen wichtig,
sind keine politische Entscheidungsinstanz.
Aber wir begleiten jede Suche nach gerechtem Frieden,
indem wir biblische Orientierung einbringen.
Der Weg eines gerechten Friedens kann nur gegangen werden,
wenn die Hoffnung auf diesen gerechten Frieden,
die Jahrtausende alt ist, lebendig bleibt.
Die Hoffnung auf das himmlische Jerusalem,
ohne Schrecken und ohne Schwert,
mit dem himmlischen Garten unter Weinstöcken und Feigenbäumen:
Diese Hoffnung muss Kirche predigen,
das ist ihre Aufgabe, das ist deine Aufgabe:
Du sollst die Hoffnung auf gerechten Frieden
lebendig erhalten helfen.
VERLEIH UNS FRIEDEN
(3) Aus dem Buch des Propheten Micha Kap. 4:
In den letzten Tagen aber wird der Berg , darauf des Herrn Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen:
Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des Herrn gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln!
Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Er wird unter vielen Völkern richten und mächtige Nationen zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln.
Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.
Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken.
Denn der Mund des Herrn Zebaoth hat’s geredet. Ein jedes Volk wandelt im Namen seines Gottes, aber wir wandeln im Namen des Herrn, unseres Gottes, immer und ewiglich!
AMEN
LIED Es wird sein in den letzten Tagen 426:
1. Es wird sein in den letzten Tagen,
so hat es der Prophet gesehn,
da wird Gottes Berg überragen
alle anderen Berge und Höhn.
Und die Völker werden kommen
von Ost, West, Süd und Nord,
die Gott Fernen und die Frommen,
zu fragen nach Gottes Wort.
Auf, kommt herbei!
Lasst uns wandeln im Lichte des Herrn!
2. Es wird sein in den letzten Tagen,
so hat es der Prophet geschaut,
da wird niemand Waffen mehr tragen,
deren Stärke er lange vertraut.
Schwerter werden zu Pflugscharen
und Krieg lernt keiner mehr.
Gott wird seine Welt bewahren
vor Rüstung und Spieß und Speer.
Auf, kommt herbei!
Lasst uns wandeln im Lichte des Herrn!
3. Kann das Wort von den letzten Tagen
aus einer längst vergangnen Zeit
uns durch alle Finsternis tragen
in die Gottesstadt, leuchtend und weit?
Wenn wir heute mutig wagen,
auf Jesu Weg zu gehn,
werden wir in unsern Tagen
den kommenden Frieden sehn.
Auf, kommt herbei!
Lasst uns wandeln im Lichte des Herrn.
SCHLUSSGEBET
Kehre ein, Gott,
wo Unrecht
und Gewalt
und Hass herrschen.
Bleibe bei uns, Gott,
denn Dein Reich ist Gerechtigkeit
und Friede
und Freude
im Heiligen Geist.
UNSER VATER im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
AMEN
LIED Keiner kann allein Segen sich bewahren 170: 2.3
2. Keiner kann allein Segen sich bewahren.
Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen.
Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen,
schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.
3. Frieden gabst du schon, Frieden muss noch werden,
wie du ihn versprichst uns zum Wohl auf Erden.
Hilf, dass wir ihn tun, wo wir ihn erspähen –
die mit Tränen säen, werden in ihm ruhn.
Es segne und behüte uns der dreieine Gott
GOTT VATER,
zu dem wir jederzeit mit allen Bitten kommen können,
GOTT SOHN,
der uns Bruder geworden und nahe gekommen ist, und
GOTT HEILIGER GEIST,
der uns Beistand ist und bleiben wird.

