Das wird ein Fest morgen (Lk 1 39-55)

Ave
sei gegrüßt Maria
dein Sohn ist Gottes Sohn
und nichts wird mehr sein
wie es war

Ave Maria
dein Sohn unser Herr
Sein Advent
ist unsere Zuversicht
weit über alle Sicht der Welt

Sein Advent ist Frieden
im Krieg der Zeiten
sein Advent ist
Recht und Gerechtigkeit
alles ist gut
für die
die sehen können

Freuet euch in dem Herrn allewege,
und abermals sage ich: Freuet euch!
Der Herr ist nahe!
Philipper 4,4.5b
***
Maria ist schwanger. Damit ist sie nicht allein: Auch Elisabeth ist das. Ein Wiedersehen würde beiden Frauen gut tun. Maria überlegt nicht lang und macht sich auf den Weg.

Im Haus von Zacharias und Elisabeth angekommen ruft sie froh ihren Gruß hinein. Elisabeth hört die Stimme und wird froh. Denn sie weiß: Gottes Segen wird auf ihren Kindern ruhen. Zuerst auf ihrem eigenen, denn ihr Sohn Johannes wird zu einem Propheten werden, der Spuren interlässt im Leben Israels.

Vor allem aber auf dem Sohn der Maria, der Spuren überall auf der Welt hinterlassen wird. Das macht Elisabeth besonders froh, so froh, dass sogar das Kind in ihrem Leibe hüpft.

So ruft sie zurück: Gesegnet bist Du, Maria, unter allen Frauen! Gesegnet sei Dein Kind! Und Du selbst, Maria, wirst selig sein, weil du dem Engel Gottes geglaubt hast.

Und Maria antwortet nach Lukas mit einem Lobgesang, ich lese aus Kapitel 1 die Verse 46-55:

46 Und Maria sprach:
Meine Seele erhebt den Herrn,
47 und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes;
48 denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.
Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.
49 Denn er hat große Dinge an mir getan,
der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
50 Und seine Barmherzigkeit währet für und für
bei denen, die ihn fürchten.
51 Er übt Gewalt mit seinem Arm
und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.
52 Er stößt die Gewaltigen vom Thron
und erhebt die Niedrigen.
53 Die Hungrigen füllt er mit Gütern
und lässt die Reichen leer ausgehen.
54 Er gedenkt der Barmherzigkeit
und hilft seinem Diener Israel auf,
55 wie er geredet hat zu unsern Vätern,
Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit.

Wo ist mein Platz
und wo steht mein Leben
wer kommt mir entgegen
wen treffe ich in heiliger Nacht
was macht die Nacht morgen
zur Heiligen Nacht

Wer liegt in der Krippe
zu wem eilen die Hirten
warum machen
auch die Weisen sich auf
in langer Reise mit unsicherem Ziel

Lukas hat uns dazu seinen Psalm geschrieben
ein Lied das Maria singt
Maria schwanger zu Besuch
bei Elisabeth hochschwanger

Ihre Kinder die noch geboren werden
hinterlassen Spuren
so deutlich so tief
dass sie heute noch sehen kann
wer seine Augen öffnet
und das Herz

Spuren des lebendigen Gottes
mitten im Werden und Vergehen
mitten in Freude und Leid
mitten im Leben
mitten im Tod

Gott der es möglich macht
Eingefahrenes zu verlassen
der einen neuen Anfang macht
der Perspektiven zeigt die vorher keiner sah
der einen neuen Weg freimacht den man nun gehen kann
der Unheil aufdeckt lindert wegnimmt

Gott der es vermag
Licht und Wärme selbst in das Verlies zu bringen
der Hilfe weiß wo kein Ausweg scheint
der den Frieden in die Seele bringt
der Einsamkeit durchbricht
und Liebe spüren lässt

Christus kein Bild im Kopf
sondern lebendig neben dir
kein erste Beweger des Universums
sondern Kind im Stall zu Bethlehem
nicht einfach guter Mensch
nicht einfach Märtyrer
keine Sonntagsbekanntschaft
auf die man verzichten könnte

Er ist alles
er ist Schöpfer
er ist Partner
er ist Ziel.

Wer ihn findet
findet alles
Jesus Gottes Heiland für uns
der Heil und Leben mit sich bringt
suchst du mehr
suchst du Größeres

Hoch hebt den Herrn mein Herz und meine Seele
Dass er mein Heiland ist, frohlockt mein Geist
Lasst uns mit Maria singen:
LIED 309 (EG) Strophe 1
1. Hoch hebt den Herrn mein Herz und meine Seele,
den großen Gott, dem ich mein Heil befehle.
Dass er mein Heiland ist, frohlockt mein Geist,
der seinen Gott, den Herrn und Retter, preist.

Was bleibt vom Menschen
Wörter die kaum ihren Klang halten
Erfolg unsicher wie Eisregen
Geld das Vertrauen heuchelt
und doch nie Liebe wirkt
Uhren die seine Zeit messen
und ihm die Ruhe nehmen

Bliebe etwas das lohnte
darüber ein Gedicht zu schreiben
etwas das Ehre bedeutete
über den Augenblick
das Sicherheit böte über das Jetzt
das Ruhe finden ließe sein Leben

Gott sieht an die Niedrigkeit
dass nichts ist außer Farbe und Schein
außer Jagd auf das Flüchtige
außer Berechnung die nie Liebe wird
außer Suche die nie findet

Doch da, wo nichts ist als nur Mensch
tritt Gott hinzu lässt sich finden im Licht
wirkt Nähe wirkt Freiheit wirkt Ziel
gibt Vertrauen Hoffnung Liebe
Glauben der das Leben trägt

Er hat auf meine Niedrigkeit gesehen
Barmherzig ist er jeglichem Geschlecht
LIED 309 Strophe 2
2 . Er hat auf meine Niedrigkeit gesehen,
und große Dinge sind an mir geschehen.
Barmherzig ist er jeglichem Geschlecht,
wo Furcht des Herrn bewahrt sein heilig Recht.

Stunden Tage Jahre vergehen
Spuren auf Haut und auf Seele
die Mächtigen füllten schon immer sich
Hände Häuser und Einfluss
und geh’n dabei über Leichen

Das Leben ist anders als sein Schein
Kälte und Hitze Leben und Tod
Lachen und Trauer
lange Minuten und Jahre so kurz
sind nur Hülle und nicht Fülle
wenn’s Leben nicht kommt was bleibt?

Leben wird anders
aus bettelarm wird Überfluss
ein neuer König kommt
sein Palast ein Stall
seine Krone die Liebe später mit Dornen
sein Thron die Vergebung später das Kreuz
Leben wird anders alles IST gut
seit der Geburt im Stall vor 2018 Jahren

Gewaltige stößt er von ihren Thronen
Die Reichen lässt er leer im Überfluss
LIED 309 Strophe 3
3. Gewaltige stößt er von ihren Thronen;
wer niedrig stand, darf hoch in Ehren wohnen.
Die Reichen lässt er leer im Überfluss,
macht Arme reich, macht satt, wer darben muss.

Was ist wenn der Mensch sich ablegt
Kleider Anzug Krawatte
die Hast des Tages
die Akten und Festplatten
die Mühe und die Uhr

Was dauert was ist was bleibt
in allem Anfang ist schon das Ende
alles schon gewesen und
nichts gesehen nichts er-lebt
zu klein diese Welt

Es dauert es ist es bleibt
Gott, der heraustritt aus dem Licht
der sich finden lässt ohne Staat
der dem Leben bringt Fülle Dauer und Halt
Gott bleibt
seine Barmherzigkeit wird und Heil
wir sein Eigentum

Er denkt wohl der Barmherzigkeit und Güte
sein Eigentum bleibt ewig zu seines Namens Ruhm
LIED 309 Strophe 4
4. Er denkt wohl der Barmherzigkeit und Güte,
dass er die Seinen väterlich behüte.
Wie er verhieß: sein Volk, sein Eigentum
bleibt ewiglich zu seines Namens Ruhm.

Maria IST selig
denn sie findet LEBEN
in ihrer Zeit
sieht die Spuren Gottes
und betritt seinen Weg
und geht ihn

denn sie findet
ihr Lebens – Heil
glaubt dem Engel unbekannt
scheidet den Schein der Reichen
vom Reichtum Gottes
sie lebt Leben
weil sie Liebe lebt
die der Sohn Gottes ihr nahe bringt

Selig zu werden wie Maria
das wird ein Fest morgen
es wird Weihnacht
das Fest Gottes
der Mensch wird
bei uns und in uns

Seine Liebe, die höher ist als alle Vernunft,
bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.
AMEN

Dieser Beitrag wurde unter Predigten abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.